Die Hunde-Erkältung: Symptome und Hausmittel

Es ist kalt, nass und düster. Keiner geht bei so einem Wetter gerne raus... Außer unsere geliebten Hunde. Aber warte mal... Was ist denn mit Bello los? Sonst wartet er doch immer ungeduldig vor der Tür, wenn ich mit ihm rausgehen will. Und warum sieht er so matt aus? Er hat doch nicht etwa eine Grippe? Oder?

Auch Hunde lassen sich hin und wieder vom Grippewetter beuteln. Trotzdem können Hundel generell keine Grippe bekommen - denn diese ist eine rein menschliche Krankheit, die sich nicht auf Fellnasen überträgt.

Bei Erkältungen allerdings sieht es anders aus. Erkältungen können sehr wohl vom Mensch auf den Hund geraten (und auch anders herum). Wahrscheinlicher als das jedoch ist es, dass er sich die Erkältung von anderen Artgenossen eingefangen hat oder sie sonstigen Umständen entstammt.

Eine Erkältung beim Hund ist nicht viel anders als beim Menschen. Auch er fühlt sich nicht wohl während der Krankheit, hat aber in der Regel alles nach 7 Tagen überstanden. Keine allzu große Sorge ist also angesagt bei dir, lieber Dosenöffner.

Woher weiß man, ob der Hund erkältet ist oder etwas anderes hat?

Symptome für eine Erkältung


Es müssen nicht alle Symptome gegeben sein, damit der Hund eine Erkältung hat. Es kommt sogar häufiger vor, dass ein Hund nur 2 oder 3 der aufgelisteten Symptome hat.

Matt und teilnahmslos
Wenn du schon einmal eine Erkältung hattest, weißt du, wie dein Hund sich fühlt. Dein Hund fühlt sich schwach und schlapp und möchte am liebsten nur noch schlafen und sich erholen. Spaziergänge empfindet er als zu lang und das Toben mit anderen Hunden lästig. Er bewegt sich generell langsamer und wirkt weniger lebendig als sonst.

Appetitlosigkeit
Viele Hunde, die an einer Erkältung leiden, haben so gut wie keinen Hunger. Auch das ist normal und kein Grund für eine allzu große Sorge. Die meisten Hunde fressen zwar nicht mehr ihren Napf vollständig leer, aber nehmen immer noch etwas auf. Das kannst du dir zunutzen machen, indem du deinem Hund versuchst, in das wenige, was er frisst, gesunde Dinge und vor allem Wasser zu mischen, das seinen Heilungsprozess erleichtert. Trinkt dein Hund nichts mehr, ist höchste Alarmstufe angesagt und ein Besuch beim Tierarzt unverzüglich einzuhalten.

Schnupfen
Eine feuchte Nase ist nicht immer ein Indiz dafür, dass der Hund gesund ist. Im Falle einer Erkältung schon mal gar nicht, weil viele Hunde dann Schnupfen bekommen, welcher zu einem Ausfluss aus der Nase führt (wie man es halt von einem Schnupfen kennt...). Solange der Ausfluss klar und flüssig ist, gibt es hier nicht zu befürchten. Wir der Ausfluss aber weiß, gelb, grün und/oder dickflüssig, sieht die Sache anders aus. Dann sind Bakterien im Spiel, die bewirken, dass der Schnupfen behandelt werden muss. Der Schnupfen führt in der Regel spätestens am zweiten Tag zu einer Rötung der Schleimhäute, die natürlich auch ein wenig schmerzhaft ist wegen der ständigen Reizung durch den Nasenausfluss.

Husten
Die Verschleimung, die bei einer Erkältung auftritt, führt auch durch die Anlagerung des Schleims in den Atemwegen zu Husten. Sitzt der Husten zu fest, kann es für den Hund schmerzhaft und anstrengend werden, sodass der Husten behandelt werden muss.

Fieber
Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt circa zwischen 37 und 38 °C. Liegt die Körpertemperatur bei 38,5 °C oder sogar mehr, hat der Hund Fieber und sollte mal beim Tierarzt vorbei schauen.
Fieber messen kann man übrigens sehr einfach selbst, indem man das Fieberthermometer des Hundes (er sollte schon ein eigenes haben!) rektal einführt und circa eine Minute wartet.

Hausmittel, die gegen die Erkältung helfen

Es gibt einige Hausmittel, die deinem Hund das Auskurieren der Krankheit erleichtern. Du solltest tatsächlich deinem Hund (zusätzlichen zur tierärztlichen Versorgung) so gut wie möglich helfen, um sekundäre Infektionen zu vermeiden.

Viel Flüssigkeit
Kranke Hunde sollten so viel wie möglich trinken. Das liegt nicht nur daran, dass er durch Schnupfen etc. mehr Wasser als sonst aussondert, sondern dass kranke Hunde oft den Genuss am Trinken ein Stück weit verlieren. Ermutige deinen Hund, viel Wasser zu trinken und trickse ihn, wenn er von allein nichts trinkt aus, indem du sein Futter mit mehr Wasser als sonst anreicherst.

Den Schongang einlegen
Du gehst auch nicht krank zur Arbeit (hoffen wir zumindest!). Mute deinem Hund nicht zu, genauso lange Spaziergänge wie sonst auch machen zu müssen. Eine Viertelstunde sollte es schon pro Gassi-Gang sein - denn frische Luft tut ja auch gut - aber bitte nicht viel mehr. Dein Hund muss sich ausruhen können und seine Energie in sein Immunsystem stecken können.

Spielverbot!
Vor allem mit anderen Hunden sollte dein Hund während seiner Erkältung nicht spielen. Es ist nicht nur viel zu anstrengend (beim Spielen überschätzen sich manche Hunde ja regelmäßig), dein Hund kann auch andere Hunde anstecken, was nicht wünschenswert ist.

Generell übertragen sich Hundekrankheiten nur schlecht oder gar nicht auf den Menschen. Bei Kindern (vor allem solche mit einem schwachen Immunsystem) ist trotzdem Vorsicht geboten. Sie sollten den Hund nicht übermäßig viel knuddeln etc.

Viel Wärme
Eine warme Umgebung sorgt beim Hund nicht nur für ein größeres Wohlbefinden, sondern sorgt auch dafür, dass der Körper weniger Energie aufwenden muss, um sich aufzuheißen. Dadurch ist mehr Energie für den Rest des Immunsystems da. Decke deinen Hund ruhig vorsichtig zu und drehe die Heizung auf!

Viel Feuchtigkeit
Ein gut befeuchteter Raum ist vor allem für Hunde mit Husten ein Segen. Die feuchte Luft hilft ihm, den Schleim abzuhusten und so seine Atemwege zu kurieren. Du kannst den Raum einfach befeuchten, indem du entweder feuchte Handtücher auf der Heizung aufhängst, auf der Heizung Wasserbehälter (am besten aus Porzellan etc.) aufstellst oder eigens dafür einen Luftbefeuchter anschaffst.

Vitaminbomben
Du kannst dem Immunsystem deines Hundes behilflich sein, indem du ihm beispielsweise eine Vitamin-C-Bombe zusammenstellst, die auch für uns menschliche Wesen lecker ist. Schneide zwei frische Äpfel klein, püriere sie anschließend, vermenge das ganze mit 3 Esslöffeln Honig und einem Becher Naturjoghurt und halte  Bello das Ganze unter die Nase. "Nein!", sagen da nur wenige Hunde.

Fenchelhonig ist auch ein Erkältungskiller und daher eine Empfehlung wert. Fenchelhonig kannst du ihm entweder in seinem Trinkwasser auflösen oder es ihm gemischt mit Hüttenkäse, Joghurt etc. geben.

Viel Erfolg beim kurieren deines Hundes wünscht dir das Hunde-Infos-Team!


Bild: CC 2.0 Aaron Jacobs