Die Zeckenzeit in Deutschland: Was Hundehalter beachten müssen

Die ersten Sonnenstrahlen kommen nun heraus und ebenso der Zeck'. Jedem Hundehalter sollte bewusst sein, dass er während der Zeckenzeit besondere Vorkehrungen für seinen Schwanzwedler treffen muss, um Infektionsrisiken mit Zeckenkrankheiten zu entgehen.

Wann ist Zeckenzeit in Deutschland?


Eine Zecke misst ihr Leben nicht wie wir Menschen an Kalendermonaten. Viel eher richtet sie sich nach dem, was sie fühlt. Und das ist in erster Linie die Temperatur.

Zecken sind - genau wie Fische, Reptilien und andere Insekten - Kaltblüter (auch Wechselwarme genannt). Das bedeutet, dass sie immer genau die gleiche Temperatur haben wie ihre direkte Umwelt.

Der Stoffwechsel der Kaltblüter kann, da er auf chemischen Reaktionen basiert, nur funktionieren, wenn es warm genug ist. Warm genug für den Stoffwechsel der Zecken ist es ab 10°C.

Daher gilt: Sobald eine Temperatur von 10°C überschritten wird, werden die Zecken aktiv und können während ihrer Futtersuche auf dir oder deinem Hund landen.

Aus diesem Grund sind Zecken nicht einfach nur von März bis Oktober unterwegs sondern auch in warmen Wintern!

Worauf muss man achten?


Du solltest daher darauf achten, dass dein Hund eventuell mit präventiven (vorbeugenden) Zeckenschutzmitteln versorgt wird, sobald es Zeit ist.

Du solltest ihn auch nach jedem Spaziergang einmal durchsuchen (besonders an dünnhäutigen Stellen wie die Beininnenseiten, den Bauch und das Gesicht) und gegebenenfalls die Zecken sanft mit einer Zeckenzange entfernen.

Für dich ist es auch wichtig, lange Beinkleider zu tragen und möglichst "geruchsneutral" (also nicht nach Schweis, Talg etc. riechend) nach draußen zu gehen, weil menschliche und tierische Gerüche (sowie Wärme) den Zecken signalisieren, wo wir sind.

Bild: CC 2.0 by jkirkhart35