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Bahn macht mobil: Tipps für eine gute Zugfahrt mit Bello

Nicht jeder hat ein Auto oder will lange Strecken damit zurück legen. Der Zug ist eine tolle Alternative dazu, kann man doch während der Fahrt lesen oder sich anders beschäftigen. Und Bello darf auch mit.

Viele Hundehalter sind jedoch verunsichert, was die Mitnahme der Fellnase angeht. Sie fragen sich, wie viel das kostet, wie der Hund sich zu verhalten hat, wo er liegen/sitzen darf und wie die Sache mit dem Maulkorb ist.

Glücklicherweise ist die Bahn sehr eindeutig, was all diese Fragen angeht.

Was kostet es, einen Hund im Zug mitzunehmen?


Ganz einfach: Alle Hunde, die gleichgroß oder kleiner als eine Katze sind, dürfen ohne Maulkorb in einer Hundetasche oder einer Transportbox kostenfrei mitgenommen werden.

Hunde, die größer als eine Katze sind, müssen die Hälfte des Fahrpreises zahlen. Sie fallen also in dieselbe Kategorie eines Kindes bis 14 Jahren.

Wie sollen sich Hunde im Zug verhalten?


Zunächst einmal müssen alle Hunde (außer Blindenführhunde und Begleithunde), die größer sind als eine Katze, angeleint werden und einen Maulkorb tragen. Ja, alle: Pudel genauso wie Pitbulls und Labbies.

Wir empfehlen dir, so einen oder einen ähnlichen Maulkorb anzuschaffen, wenn du noch keinen besitzt: Maulkorb.

Diese Art von Maulkorb lässt sich leicht anlegen und verstauen, trägt sich auch relativ leicht und bequem für den Hund und erweckt bei anderen Fahrgästen nicht direkt den Eindruck, sie hätten da einen Problemhund vor sich.

Belästigen darf er andere Fahrgäste nicht. Beständiges Gekläffe, Knurren etc. (auch geruchliche Belästigung gehört dazu!) gehen gar nicht. Wenn du einen Hund hast, der sich laut und störend in Zügen verhält, solltest du ein paar Erziehungseinheiten genau zu diesem Problem geben und dem Hund ein ruhiges Verhalten im Zug angewöhnen.

Wo darf der Hund sitzen oder liegen?


Hunde dürfen nicht die Sitzplätze belegen - auch wenn sie ein gültiges Ticket haben. Anrecht auf Fußraum haben sie jedoch trotzdem und beinahe niemand wird etwas sagen (außer vielleicht mürrische Rechthaber), wenn der Hund den Fußraum neben deinem Sitzplatz einnimmt.

Hundedecken auf dem kalten Bahnboden sind in der Regel auch kein Problem für Zugpersonal und andere Fahrgäste. Und für deinen Hund ist es allemal angenehm, ein Stück vertraut duftendes Revier unter sich zu haben.

In die Servier- und Speisewagons dürfen nur Blinden- und Begleithunde. Normalsterbliche Hunde werden hier ausgeschlossen... ;)

Was muss beachten, wenn ich mit meinem Hund Zug fahre?


  • Nimm ihm ein paar Leckerlis mit. Vor allem, wenn die Fahrt lang ist.
  • Auch eine Möglichkeit zum Wasser trinken sollte vorhanden sein.
  • Plastikbeutel und ein paar Küchentücher (Zewa etc.) tun gute Dienste, wenn mal ein Missgeschick passiert.
  • Die Hundedecke bietet deinem Hund ein Stückchen Wärme und Sicherheit.
  • Gehe vor der Fahr mit deinem Hund spazieren, bis er komplett "entleert" ist.
  • Füttere nicht sofort vor der Fahrt - das kann zu Übelkeit führen.
  • Aktive Hunde sollten vor der Fahrt gut ausgelastet werden, damit sie sich um Zug ruhig hinlegen und im besten Fall schlafen.


Wie gewöhne ich meinen Hund an das Zugfahren?


Hast du einen Welpen, hast du es leicht. Diesen nimmst du einfach an einem schönen Tag zu nach einem langen Spaziergang mit in den Zug und fährst eine Station mit ihm. Du solltest einen "leeren" Zug wählen - also nicht gerade zwischen 6 und 8 bzw. 16 und 19 Uhr fahren, weil um diese Zeiten die meisten fahren.

Verhält sich dein Welpe ruhig und entspannt, solltest du ihn loben. In der Regel verhalten sich junge Hunde interessiert und entspannt in Zügen. Die Fahrt macht ihnen meistens so gut wie nichts aus.

Langsam kannst du die Fahrtzeiten erhöhen. Normalerweise gewöhnt sich so jeder Hund problemlos an ruhiges und entspanntes Bahnfahren.

Hast du einen älteren Hund, gehst du im Grunde genauso an die Sache heran - nur geduldiger. Wiederhole öfters den ersten Schritt (nur eine Station fahren)- besonders, wenn er Unruhe und Unbehagen zeigt.

Denke daran, selbst entspannt und ruhig zu sein, denn dein Verhalten überträgt sich auf deinen Hund. Lobe bei jedem guten Verhalten und vermeide strenge Bestrafung, wenn es nicht sofort so klappt, wie du denkst.

Bild: CC 2.0 kdnewton

Jetzt wird's amtlich: Was man bei der Anmeldung beachten muss

Du hast gerade deinen Hund bekommen, knuddelst ihn und schließt ihn so richtig ins Herz. Du hast alles an Hundeausrüstung besorgt, ihm einen gemütlichen Schlafplatz eingerichtet und für genügend Futtervorräte gesorgt. Nur eines fehlt: Die Steuermarke am Halsband, denn dein Hund ist noch nicht angemeldet.

Wie du vorgehen solltest:


Spätestens ab dem vierten Lebensmonat sollte der Hund gemeldet werden. Übernimmst du ihn, wenn er älter ist als das (z.B. aus dem Tierheim), musst du ihn zu Beginn des nächsten Monats anmelden.

Die Anmeldung erfolgt in deiner Gemeinde. Und das denkbar einfach: Du kannst entweder alleine dorthin gehen oder anrufen und dir die Formulare zuschicken lassen. Papiere vom Tierarzt oder Züchter sind in der Regel nicht gefragt, sodass Anmeldung deines Hundes zu einem Großteil auf Vertrauen mit deinem zuständigen Gemeindeamt basiert.

Also keine Angst vor großen Hunden! ;-)

Sei einfach ehrlich, vor allem, wenn es um die Frage geht, welcher Rasse dein Hund angehört. Das entscheidet nämlich letztendlich die Steuerklasse, in die er fällt und somit den jährlichen Beitrag, den du zahlen musst.

Lügst du und sagst, dass dein Pitbull ein Yorkshire-Terrier ist, kann dir das bei einer Kontrolle (beispielsweise wenn der Hund entläuft und eingefangen wird) teuer zu stehen kommen.

Sei auch ehrlich, was die Herkunft deines Hundes angeht. Übernimmst du beispielsweise einen alten Polizeihund, musst du keine oder nur ermäßigte Hundesteuern zahlen, weil die Polizei den Lebensabend des Hundes auf diese Weise bezuschusst. Auch viele Tierheime unterstützen dich bei der Hundesteuer, sodass du weniger zahlen musst.

Die Kostenfrage:


Wieviel du letztendlich zahlen musst, hängt davon ab, in welcher Gemeinde du lebst, wie viele Hunde du hast und welcher Rasse sie angehören. Im Regelfall gelten für "normale" Hunde keine Steuersenkungen.

Dass sich Hundehalter fragen, ob sie die Steuern für ihren Hund auf irgendeine Weise senken können, ist für uns mehr als verständlich! Es bedeutet ja nicht, dass man die Steuern hinterzieht, wenn man von Rechten Gebrauch macht, die einem zustehen. Hier sind daher die Faktoren die eine starke Verminderung der Steuer bzw. deren Aufhebung mit sich führen.
  • Nutzhunde: Schafhütehunde oder Wachhunde auf abgelegenen Höfen
  • Polizei- und Rettungshunde
  • Blinden- und Behindertenhunde
  • Hunde mit bestandener Begleithundprüfung
  • Hunde, die in kommerziellen, privaten Züchtungen leben
Fällt dein Hund in eine dieser Kategorien, musst du deiner Gemeinde "beweisen", dass er tatsächlich dazu gehört - also entsprechende Formulare vorzeigen.

Hier ist eine wunderbare Web-Adresse, die alle Hundesteuern innerhalb Deutschlands für die einzelnen Gemeinden auflistet: http://zergportal.de/baseportal/Hundesteuer/Datenbank.

Bild: CC 2.0 by pthread1981