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Welcher Hund passt zu uns?

Hunde gehören in Deutschland zu jeder zweiten Familie - in vielen Fällen jedoch passt der Hund garnicht zu den anderen Familienmitgliedern.

Stress und Schwierigkeiten bei der Hundeerziehung sind daher an der Tagesordnung.

Cesar Millan gilt als einer der großen Hundeflüsterer und zeigt in diesem praktischen Ratgeber vor dem Kauf ganz gezielt, welcher Hund zu dir passt.

Die Frage "Welcher Hund passt zu uns?" lässt sich mit einigen simplen Tests leicht beantworten. Das Buch ist momentan (Stand: 02. Juli 2012) drastisch reduziert und damit ein Pflichtkauf für alle, die gerade planen einen Hund anzuschaffen!

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Hundeerziehung: Tipps und Tricks, um Problemhunde zu Partnern machen

Gehört dein Hund zu den sogenannten "Problemhunden"? Bei der Hundeerziehung gibt es simple Tipps und Tricks, die diese Problemhunde in kurzer Zeit zu Partnern machen.

Es geht nicht nur darum, den Hund zu dressieren oder zu programmieren - es geht darum, dass du und dein Hund sich besser verstehen.

Ben Bretsch hat einen leicht verständlichen Praxisratgeber für Hundehalter wie dich geschrieben. Diesen möchten wir in diesem Beitrag ein wenig näher vorstellen!

Wer es eilig hat mit der Hundeerziehung: Hier sofort unverbindlich reinlesen!

Das steckt im Ratgeber von Ben Bretsch


Folgende Fragen werden dir im Buch (inkl. Audiokurs) ein für alle Mal beantwortet:
  • Wie wird mein Hund endlich stubenrein?
  • Wie halte ich meinen Hund davon ab, meine Möbel, Schuhe, etc. anzukauen?
  • Wie kann ich meinem Hund endlich abgewöhnen, um Essen zu betteln?
  • Wie bringe ich meinem Hund bei, meine Privatssphäre und mein Bedürfnis nach Ruhe zu respektieren?
  • Wie stelle ich sicher, dass mein Hund nie mehr an der Leine zerrt und zieht?
Diese und viele weitere Fragen werden dir ausführlich im hier vorgestellten Praxisratgeber beantwortet.

Du kannst den Ratgeber hier herunterladen und mit 60-tägigem Rückgaberecht ausprobieren!

Vorteile dieses Ratgebers für Hundeerziehung


Wenn du gewissenhaft an dir und mit deinem Hund arbeitest, dann wird sich der "Problemfall" schon bald in einen treuen Partner verwandeln.

Du wirst endlich wieder das Haus verlassen und den Hund alleine lassen können, ohne dir um den Hund bzw. deine Möbel Sorgen machen zu müssen...

Du brauchst dich nicht mehr zu schämen, weil sich dein Hund in der Öffentlichkeit daneben benimmt...

Du brauchst nicht mehr schreien oder sogar schlagen, um dich durchzusetzen...

Du kommunizierst ab jetzt auf derselben Ebene mit deinem Hund, wie er es auch im Rudel in der Natur tun würde - er wird mit seinen eigenen Instinkten trainiert!

Der Ratgeber wird ständig aktualisiert - alle Updates bekommst du als Kunde kostenfrei: Jetzt die digitale Hundeschule herunterladen!

Hundeerziehung: Crashkurs als Video




Bild CC 2.0 by Arne List / Flickr

Der Hund grunzt und röchelt. Was ist mit ihm los?

Manche Hundebesitzer wissen zu zeiten nicht, ob sie sich da einen Hund oder doch ein kleines, pelziges Schweinchen ins Haus geholt haben. Mal abgesehen von Schlammspuren auf dem Teppich gibt es auch ein anderes Merkmal, das den Hund wie ein Schwein erscheinen lassen kann: Das Grunzen.

Wie so viele Dinge kann das Grunzen einerseits oft auf die leichte Schulter als witzige Macke des Hundes genommen werden. Andererseits ist es auch oft ein Symptom für bestimmte Krankheiten.

Wir listen dir zunächst die Ursachen für das hündische Grunzen auf, die mit einem ungefährlichen Umstand einhergehen. Im zweiten Teil des Artikels folgen dann Krankheiten, die das Grunzen als Begleiterscheinung haben.

Bist du dir nach Lesen des Artikels nicht 100% sicher, dass dein Hund nicht doch in die zweite Kategorie passt, sollte der Tierarzt auf jeden Fall einen Blick auf deinen Hund werfen.

Ungefährliche Gründe für das Grunzen:


Der Hund grunzt, wenn er sich wohlfühlt:
In diesem Fall tritt das Grunzen vor allem dann auf, wenn er sich hinlegt, wenn er schläft oder gekrault wird. Manche Hunde grunzen sogar, wenn sie fressen. Auch grunzt der Hund hier vor allem dann, wenn er ausatmet. Wenn dein Hund nur in solch wohligen und entspannten Situationen grunzt, brauchst du dir keinerlei Sorgen machen. Es ist dann ein Zeichen dafür, dass er sich entspannt und wich vollkommen wohlfühlt in seiner Haut.

Er grunzt, wenn er intensiv schnüffelt:
Wenn ein Hund sehr aufgeregt schnüffelt, zieht er sehr viel Luft in sehr kurzen Abständen durch seine Nase. Zusammen mit seiner Aufregung kann das bewirken, dass seine Atemwege leicht anschwellen und das Schnüffel sich wie ein Grunzen anhört. Auch diese Art des Grunzens ist ungefährlich und hat nichts mit einer Allergie gemeinsam, denn lebensgefährlich wird es hier nicht.

Er hat eine kurze Schnauze:
Es gibt Rassen, die kürzere Schnauzen haben als andere. Möpse gehören dazu, ebenso Boxer und Malteser. Wenn Hunde (oder auch Katzen) diese "Kurzköpfigkeit" (die natürlich so gezüchtet wurde und keine Krankheit ist!) haben, sagt man dass sie zu den brachycephalen Hunderassen gehören. Diese Hunde grunzen häufiger als andere Hunde. Weil das ganze erblich ist, kann man auch nichts dagegen tun. Stellst du als Besitzer allerdings eine Verstärkung des Grunzens fest, die nicht mit einem gesteigerten Wohlbefinden einhergeht, solltest du ihn unbedingt untersuchen lassen, denn kurzköpfige Hunde sind leichter anfällig für Erkrankungen der Atemwege.

Er bekommt seine "Zweiten":
Auch Hunde verlieren irgendwann ihre Milchzähne und bekommen dann ihr Erwachsenengebiss. Das passiert bei den meisten Rassen im vierten Monat. Während dieser Zeit kommt es vor, dass aufgrund der nachwachsenden neuen Zähne das Zahnfleisch anschwillt und den Hund grunzen lässt.
Im vierten Monat ist der Spuk allerdings meistens vorbei und der Hund sollte dementsprechend auch aufhören zu grunzen. Tut er das nicht, kann etwas anderes vorliegen als ein aufgrund vom Zahnwechsel ausgelöstes Grunzen.

Das hündische Grunzen als Symptom für Krankheiten


Grunzen als allergische Reaktion:
Das Grunzen kann hervorgerufen werden durch eine Verengung der Luftröhre oder auch durch ein Anschwellen der Schleimhäute. Das wiederum wird leider inzwischen öfter als seltener durch Allergien hervorgerufen. Kannst du beobachten, dass dein Hund vor allem "saisonbedingt" grunzt (also nur von Mai bis Juni oder nur, wenn er im Badezimmer ist etc.)und das grunzen einem Anfall gleicht, bei dem er sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen grunzt, kann eine Allergie vorliegen. Bei einem Verdacht solltest du deinen Tierarzt ein Blutbild machen lassen, um herauszubekommen, was die Allergie deines Hundes auslöst und entsprechend therapieren zu können.

Grunzen als Symptom einer Infektionskrankheit:
Auch Infektionskrankheiten wie der Zwingerhusten oder eine normale Erkältung können zum Grunzen beim Hund führen. In diesem Fall kommt das Grunzen durch eine Verschleimung der Atemwege. Hört sich also das Grunzen "schleimig" an, kannst du davon ausgehen, dass dein Hund krank ist und einer Behandlung bedarf.

Fremdkörper in den Atemwegen:
Häufiger als man denkt, kommt es vor, dass ein Stück Wurst, Knochen oder ähnliches an Stellen kommt, wo es ganz und gar nicht erwünscht ist. Wenn ein solcher Fremdkörper in die Nase des Hundes oder in seine Lunge gerät, bzw. sich in der Luftröhre verhakt, kann das der Grund für das Grunzen sein. Wenn das Grunzen von einem Tag auf den anderen kam, kann das der Grund für sein "schweinisches" Benehmen sein. Nimm dies nicht auf die leichte Schulter! Der Tierarzt sollte den Hund auf jeden Fall bei dem Verdacht röntgen und den Fremdkörper entfernen, weil es sonst zu schlimmen Entzündungen kommen kann.

Übrigens können auch Wurmeier, die in die Lunge des Hundes wandern, solche Fremdkörper sein.

Der Trachealkollaps
Der Trachealkollaps ist eine ernstzunehmede Krankheit, die vor allem bei kleinen Rassen wie Chihuahuas, Maltesern und Zwerschnauzern vorkommt. Dabei fällt (vermutlich genetisch bedingt) die Luftröhre des Hundes zusammen, wodurch er in Atemnot kommt und aus diesem Grund grunzt. Dein Tierarzt muss deinen Hund auf jeden Fall begutachten, wenn du die Vermutung hast, dass ein Trachealkollaps vorliegen könnte. Diese Anfälle sind für den Hund auf jeden Fall unangenehm und müssen dringend therapiert werden! Schwere Anfälle können auch zum Tod führen.


Grunzen durch Rückwärtsniesen:
Auf englisch heißt dieses Phänomen "reverse sneezing". Beim Rückwärtsniesen hat der Hund seinen Hals gestreckt und röchelt, einem Anfall gleich, Luft in sich hinein. Meist kommt das Rückwärtsniesen spontan vor in Situationen, wenn der Hund zuvor ausgelassen und fröhlich war. Es ist nicht schädlich für den Hund und kann durch das Auslösen eines Schluckreflexes sofort beendet werden. Den Schluckreflex kann man durch das Zuhalten der Nase auslösen oder durch das sanfte Massieren des Kehlkopfs (unten am Hals nah am Maul des Hundes). Im folgenden Video sieht man auch einen "reverse sneezing"-Anfall und dessen Behandlung.



Bilder: CC 2.0 by http://www.flickr.com/photos/plenty/, naz66, diomedenet

Hund frisst nicht

Stell dir die Marke Frolic vor - was siehst du? Und bei Caesar? Vermutlich das gleiche in weiß. Wir möchten nicht die Futtermittelkonzerne als böse Industrieteufel hinstellen - sie wollen schließlich ihr Futter verkaufen. Aber das Bild vom immer hungrigen Hund, der das angepriesene Futter mit Genuss wegschlingt entspricht nicht unbedingt der Realität.

Natürlich können viele verschiedene Krankheiten zu der Appetitlosigkeit des Hundes führen, aber dass der Hund  ohne andere Symptome mal die Mahlzeit für 1-2 Tage aussetzt ist weder ungewöhnlich noch gefährlich.

In diesem Artikel werden wir dir zunächst von Krankheiten losgelöste Gründe dafür nennen, warum dein Hund nicht frisst. Anschließend widmen wir uns den häufigsten Krankheiten, die eine Fress-Unlust verursachen.

Das Futter reicht den Ansprüchen seiner Majestät nicht


Situation:
Manchmal denkt man, Hunde würden den Menschen und seine Körpersprache besser studieren, als wir ihn. Tatsächlich entwickeln Hunde ein unglaublich feines Gespür dafür, was sie tun müssen, um die und die Reaktion von Herrchen oder Frauchen zu erzeugen.

Auch Hunde mäkeln hin und wieder an ihrem Futter herum (und sei es noch so hochwertig - Bello weiß ja nicht, wie viele Vitamine es enthält) und wollen lieber etwas besseres haben. Dieser Grund ist um so wahrscheinlicher, wenn du das selbe Futter schon 1-2 Monate fütterst. Der Hund wird in dem Fall einfach nichts fressen, weil er weiß, dass er zumindest ein Leckerchen ziemlich bald bekommen wird, weil du herausfinden möchtest, ob er überhaupt noch frisst.

Lösung:
Du kannst auf zwei Weisen reagieren: Entweder gehst du auf seine Ansprüche ein und variierst das Futter regelmäßig oder du bleibst hart und nimmst ihm das Futter, was er nach 20 Minuten nicht anrührt wieder weg. Am nächsten Tag wird er es vermutlich fressen.

Keine Angst bei dem Fastentag: Bei Hunden wird's erst nach 2 Wochen Appetitlosigkeit kritisch. Auch viele Züchter und Hundeexperten lassen ihren Hund jeden 10ten Tag fasten.

Das Futter ist tatsächlich nicht gut für deinen Hund


Situation:
Es gibt auch viele Fälle (vor allem Trockenfutter-Fütterer berichten davon), in denen der Hund das Futter tatsächlich einfach nicht gut verträgt. In seinem Magen angekommen verursacht es ein ungutes Gefühl, was Bello veranlasst, das Futter in Zukunft zu meiden.

Diese Hunde fressen oft auch Gras nach dem Fressen, um ihr Unwohlsein zu bekämpfen.

Lösung:
Versuche es mal mit einem anderen Futter. Fütterst du Trockenfutter, kannst du das Futter vorher einweichen und aufgequollen servieren. Oft führt nämlich eine Übersäuerung des Magens verursacht durch das Aufquellen des Trockenfutters zu Magenschmerzen und Unwohlsein beim Hund.

Schlachtfrisches Futter sowie BARF können ebenfalls sinnvolle Alternativen sein. In das Thema BARF muss man sich allerdings sorgfältig einlesen und die Fütterung konsequent einhalten.

Er ist schon satt


Situation:
Hast du eine große Familie? Wenn ja, hast du die im Blick? 24 Stunden? Es kommt ebenfalls sehr oft vor, dass der Hund einfach keinen Hunger hat, weil er bereits satt ist. Nicht vom normalen Futter sondern von den unzähligen Leckerlis, die er abgestaubt hat.

Es kann auch sein, dass dein Hund gerade ausgewachsen ist und keinen Wachstumsschub mehr hat wie zu Beginn noch. In dem Fall ist die große Futtermenge, die du ihm anbietest schlicht zuviel. Frage am besten bei deinem Tierarzt nach, wieviele Kalorien dein Hund in seinem Alter pro Tag verzehren sollte. Daran kannst du dann die tägliche Futtermenge deines Futters berechnen.

Lösung:
Rede mit deiner Familie und lass sie wissen, dass es für die Gesundheit des Hundes wichtiger ist, wenn er sein normales Futter frisst. Wenn deine Familie darüber sehr traurig ist, kannst du für den Anfang auch eine kleine Schüssel bereit stellen, die das Pensum der für einen Tag zulässigen Leckerlis enthält. Ist sie leer, muss deine Familie bis morgen warten.

Der Hund ist verliiiiiieebt


Situation:
Ist deine Hündin läufig? Oder hat dein Rüde eine hübsche Hundedame gewittert, die nach ihm verlangt? Dann hast du den Grund, warum dein Hund nicht frisst. Die Hormonausstöße des Hundes, egal ob männlich oder weiblich, sorgen dafür, dass er zeitweise seinen Appetit vergisst und sich lieber anderen Dingen widmet. Beispielsweise, wie er von zu Hause ausbüchsen könnte...

Lösung:
Lass ihn verliebt sein und mache dir weniger sorgen. Verliebte Hunde bekommen spätestens nach zwei Tagen fasten wieder Hunger...

Es ist zu heiß


Situation:
Es ist 25° im Schatten und auch du als lieber besorgter Dosenöffnen ernährst dich nur noch von köstlichen Fruchtsäften. Er reagiert auch auf das Wetter - mit Appetitlosigkeit.

Lösung:
Auch diese Art der Appetitlosigkeit ist ungefährlich. Denn in der Regel wird der Hund nach spätestens zwei Tagen wieder seinen Futternapf anrühren.

Ein verdorbener Magen


Situation und Lösungen:
Kommen wir nun zu den durch Krankheiten verursachen Gründen dafür, dass dein Hund nichts mehr frisst.

Hin und wieder kommt es vor, dass man verdorbenes Hundefutter füttert, welches dem Hund schlecht bekommt. In der Regel wird er Gras fressen und das ganze vorne oder hinten wieder ausscheiden. Während der 1-2 Tage, in denen das Futter durch seinen Körper wandert, ist sein Appetit verständlicherweise reduziert. Hast du den Eindruck, dass es deinem Hund deutlich schlechter geht als sonst, solltest du den Tierarzt aufsuchen.

Auch das Verschlucken von Gegenständen, die nicht in einen Hundemagen gehören, kann auslösen, dass dein Hund nichts frisst. Hast du den Verdacht, dass genau das passiert ist, musst du sofort mit deinem Hund zum Tierarzt. Auch Haare, die im Magen zu einem Knäuel werden, gehören zu den Fremdgegenständen, die dein Tierarzt vielleicht sogar operativ entfernen muss.

Lebensmittel- und andere Vergiftungen kommen leider ebenfalls vor und müssen sofort vom Tierarzt behandelt werden. Hier kommen Symptome wie starkes Unwohlsein, Lethargie, Mattigkeit etc. vor.

Zahnprobleme


Situation:
Entzündete Zahnwurzeln, Fremdkörper zwischen den Zähnen und andere Zahnschmerzen sind eine häufige Ursache für Appetitlosigkeit.

Fühl der Sache auf den Zahn, indem du deinem Hund ins Maul schaust. Siehst du auffällig rote Stellen, einen abgebrochenen Zahn oder gar einen Fremdkörper, solltest du dich unverzüglich auf den Weg zum Tierarzt machen.

Andere Ursachen


Appetitlosigkeit kann ein Symptom für viele verschiedene Krankheiten sein. Trifft keiner der anderen Möglichkeiten wirklich auf dich und deinen Hund zu, solltest du zum Tierarzt gehen und ein großes Blutbild machen lassen.

Der Tierarzt wird in der Regel wissen, was mit deinem Hund los ist und die entsprechende Therapie anordnen.

Bild: CC 2.0 by withassociates

Wie lange kann man den Hund alleine lassen?

Es gibt massenweise Horrorstories von Hunden, die, sobald ihre Besitzer das Haus verlassen, Bellorgien veranstalten oder die teuren Möbel zerreißen. Natürlich ist das nicht der Regelfall. Dennoch neigen Hunde, die von ihren Besitzern inkonsequent (oder gar nicht!) erzogen werden oder für die Einsamkeit ein Dauerzustand ist eher zu solch negativen Veranstaltungen.

Wenn ein Hund "mal" 8 Stunden allein gelassen wird, sollte jedem klar sein, dass dies kein Problem darstellt - soweit der Hund erwachsen ist und schon gelernt hat, alleine zu sein.

Ist der Dosenöffner jedoch jeden Tag so lange weg, kann sich das negativ auf die Psyche des Hundes auswirken.

Wie lang kann man den Hund jeden Tag alleine lassen?


Allgemein kann man sagen, dass man seinen Hund niemals länger als 6 Stunden alleine lassen sollte. Das Gassi-Gehen ist hierbei weniger das Problem als die Einsamkeit, unter der der Hund leidet.

Hunde sind einfach keine Einzelgänger und sollte auch nicht gezwungen werden, solche zu werden.

Die Rasse macht's:


Allerdings ist es auch von der Rasse abhängig, wie lange ein Hund alleine zu Hause bleiben kann. Hunde mit einem ausgeprägtem Wachtrieb (z.B. der Hovawart) können länger alleine bleiben als Terrier und andere Jagdhund-Rassen.

Wie gewöhnt man seinen Hund ans Allein-Sein?


Es ist schon logisch, dass man sich keinen Welpen holt, wenn man mitten im Berufsleben steht und jeden Tag zur Arbeit muss. Wir gehen daher davon aus, dass du den Tag über für deinen Welpen genug Zeit hast.

Kleine Schritte heißt die Devise: Du solltest mit deinem Welpen langsam starten, das Allein-Sein zu üben. Richte ihm dazu eine schöne Stelle im Zimmer ein, die er mit etwas durchweg Positiven in Verbindung bringt. Beispielsweise kannst du auf seiner Schlafdecke etwas mit ihm spielen, ihn loben und kuscheln. etc. Hauptsache ist, er fühlt sich wohl und hat etwas Angenehmes, was bleibt, wenn du gehst.

Gib deinem Hund etwas zur Beschäftigung, beispielsweise einen Kauknochen oder ein interessantes Spielzeug.

Entferne dich langsam und unauffällig aus dem Zimmer, lasse die Türe zunächst offen und komme nach 1-2 Minuten wieder zurück in den Raum. Wenn er dir folgt ist das nicht weiter schlimm. Versuche es in dem Fall einfach noch einmal, bis es klappt.

Wenn du zurück kommst, gehst du ruhig zu ihm, streichst ihm über das Fell und sagst ein paar nette Worte zu ihm. Er soll merken, dass du ihn magst, aber du sollst den Zustand deiner Abwesenheit nicht künstlich durch aufgebauschtes Lob vergrößern, sodass es dem Hund als "große Leistung" erscheint, mal kurz allein zu sein.

Übe das Ganze ein paar Stunden wieder und bleibe diesmal 3 Minuten weg. Am nächsten Tag 5 und so weiter.

Du wirst mindestens 6 Wochen brauchen, bis du deinen Hund länger als 60 Minuten alleine zuhause lassen kannst.

Tipps für das Allein-Lassen


Der Chef beißt nicht
Viele Berufstätige konnten sich den Wunsch vom Hund dank eines tierlieben Chefs erfüllen. Immer mehr Büros und andere Arbeitsstellen lassen das Mitnehmen des Hundes zum Arbeitsplatz zu und befürworten es sogar, weil es eine positive Atmosphäre bringt.

Wichtig ist allerdings, dass du einen ruhigen Hund besitzt, dem es nichts ausmacht, in seinem Hundekorb zu liegen.

Hundehort und Hundesitter
Wessen Arbeitsplatz für Hunde ungeeignet ist, kann immer noch auf so genannte Hundesitter oder auf einen Hundehort zurück kommen.

Hundesitter sind beispielsweise Schüler und Senioren, die gegen eine kleine Entlohnung zu bestimmten Zeiten mit dem Hund Gassi gehen und ihn beschäftigen.

Der Hundehort ist schon professioneller. Dort ist der und in der Regel mit weiteren Hunden zusammen, bekommt viel Auslauf und Ablenkung geboten. Hundehorte gibt es allerdings nicht überall und werden in den meisten Fällen auch von hundebegeisterten Privatpersonen geführt. Auch Hundehorte kosten natürlich Geld.

Ein Hund aus dem Tierheim
Wer weniger als 6 Stunden täglich weg ist, aber sich wegen der Eingewöhnung keinen Welpen zulegen kann, sollte sich mal in den nächsten Tierheimen umsehen. Dort gibt es vor allem ausgewachsene Hunde, die auf ein neues Heim warten. Die Pfleger im Tierheim kennen meistens auch ihre Pfaffenheimer genau und können dir sagen, welcher Hund Probleme mit dem Allein.Sein hat und welcher nicht.

Bild: CC 2.0 by protographer23

Mein Hund, der Rasenmäher: Gründe fürs Gras-Fressen

"Ich dachte, ich gehe hier mit einem Hund Gassi und nicht mit einer Kuh!", lautet oft ein empörter Schrei von Hundebesitzern, die das erste Mal beobachten können, wie ihr Bello sich an Gras gütlich tut.

Jeder kennt das Phänomen Gras-Fressen von Katzen, die auf diese Weise ihren Magen von Haarbällen befreien.

Aber warum frisst der Hund Gras?

Gründe für das Gras-Fressen


Nährstoffmangel
Eines steht fest: Hunde können das Gras nicht wirklich verdauen. Zwar werden die Grashalme weicher auf dem Weg durch den Darmtrakt, aber zersetzt wie bei Pferden und Kühen wird das Gras nicht. Eine Nahrungsmittelergänzung ist es daher wohl kaum.Allerdings kann es sehr wohl sein, dass der Hund auf der Suche nach Vitamen ist, die in seinem sonstigen Futter fehlen und dabei auch beim Fressen von Gras auf nichts Besseres stößt.

Wenn du die Vermutung hast, dass dein Hund eventuell zu wenige Nährstoffe durch sein Hundefutter aufnimmt, können wir dir empfehlen, die einmal im Fressnapf oder in einem anderen großen Tierfutterhändler nach schlachtrischem Futter zu erkundigen.

Verdauungsprobleme
Wahrscheinlicher als ein Nährstoffmangel sind Verdauungsprobleme, die dein Hund durch das Fressen von Gras zu lösen versucht. Solche Verdauungsprobleme können viele Ursachen haben. Würmer, das Fressen von unbekömmlichen Dingen (z.B. faules Fleisch aus dem Mülleimer, Socken, Schokolade samt Verpackung), eine Magenentzündung oder ein übersäuerter Magen können Auslöser für das Gras-Fressen sein.

Das Gras stellt ein natürliches Abführmittel für den Hund dar. Es kann einerseits dafür sorgen, dass dem Hund das Erbrechen leichter fällt, sodass schädliche Mageninhalte wieder ausgestoßen werden und andererseits hilft das Gras bei der Verdauung.

Ähnlich wie bei Katzen können auch Haare im Magen der Grund für das Rasenmähen sein. Auch für Hunde ist es unangenehm, diese Haarballen in sich zu haben und möchten sie daher wieder zurück an die Welt geben... ;)

Hast du den Eindruck, dass das Futter die Verdauungsprobleme auslöst - vor allem Übersäuerung des Magens ist ein geläufiges Problem, das vor allem durch das Fressen von Trockenfutter verursacht wird - lohnt es sich auch hier, eine Nahrungsmittelumstellung in Betracht zu ziehen.

Es schmeckt halt...
Viele Hunde, die, bedingt durch ihre besorgten Dosenöffner, mehrere Male vom Tierarzt durchgecheckt wurden, fressen trotz fehlendem Nährstoffmangel und nicht vorhandenen Verdauungsproblemen munter weiter Gras.

Es kann daher auch einfach sein, dass dein Hund den Geschmack von Gras besonders genießt.

Auch sehr aktive Hunde, fressen oft Gras, um sich von ihrer Langeweile abzulenken. Hier empfiehlt es sich jedoch, einen schönen Hundesport herauszusuchen, der das Tier fordert und von solchen Angewohnheiten ablenkt, denn ganz ohne ist das Gras-Fressen dann auch wieder nicht...

Warum Gras-Fressen gefährlich sein kann:


Hartes Gras:
Es gibt abertausende von Grasarten allein in Deutschland. Nicht alle davon sind weich und hellgrün. Dir sind sicherlich auch schon diese Gräser aufgefallen, die eine dunkelgrüne Farbe haben, relativ breit und stabil sind und "rau" beim Anfassen wirken. Diese harten Gräser können unter Umständen, die Schleimhäute deines Hundes aufratschen und somit Entzündungen hervorrufen.

Das muss natürlich nicht passieren, es besteht jedoch die Möglichkeit.

Grannen:
Auch Grannen stellen ein ähnliches Risiko dar. Manche Gräser bilden Samen aus, die kleine Widerhaken an ihren Samenkörnern haben. Diese Grannen können sich ebenfalls in die empfndlichen inneren Häute hereinbohren, sodass Entzündungen entstehen und die Granne operativ entfernt werden muss.

Schädliche Stoffe:
Das Gras selbst ist vollkommen unschädlich von seinen Inhaltsstoffen her. Das Problem ist nur der Mensch. Gras, das am Straßenrand wächst ist oft hoch belastet von den Abgasen. Dass das nicht gesund für Bello ist, kannst du dir denken. Das gleiche gilt für landwirtschaftlich genutzte Felder. Diese werden einerseits von Dünger belastet und andererseits von Pestiziden, welche ebenfalls negative Auswirkungen auf deinen Hund haben können.

Hilfe gegen das Gras-Fressen


Gras-Fressen ist keine schöne Angewohnheit für einen Hund. Besonders, wenn er mehrere Male am Tag mäht und große Mengen an Gras zu sich nimmt, heißt es, dem Tierarzt einen Besuch abzustatten. Oftmals ist in solchen Fällen deinem Hund nicht nur etwas auf den Magen geschlagen, sondern etwas Schlimmeres im Gange.

Ist dein Hund jedoch sonst gesund und munter, kann es eventuell helfen, wenn du den Rasen kurz hältst, damit er dort nicht den ganzen Tag "mäht".

Bild: CC 2.0 by YasooYamoo.com

Was tun, wenn der Hund Kot frisst?

Vor allem Besitzer von Welpen machen oft die grausige Entdeckung, dass ihr Hund voll auf Kot abfährt. Dabei ist auffällig, dass der Hund vor allem die Häufchen wählt, neben denen ein benutztes Taschentuch liegt - sprich Menschenkot.

Diese Art von Nahrungsmittelergänzung kann schnell zur Gewohnheit werden und ist den meisten Hundebesitzern aus hygienischen Gründen nicht geheuer.

Nicht ganz unbegründet ist das Misstrauen - sieht man von Menschenkot ab (Menschen haben heutzutage relativ wenige Parasiten), können sich Hunde, die gerne Kot fressen, schnell mit Würmern, Giardien und anderen Parasiten infizieren.

Wir möchten dir im folgenden Artikel einige Lösungswege vorstellen, mit denen du deinen Hund vom Kotfressen abbringen kannst. Merke dir jedoch eins: Alle vorgestellten Methoden bauen darauf, dass du ein konsequenter Dosenöffner bist, der nicht sofort aufgibt, wenn die ausgesuchte Methode nicht sofort fruchtet.

Du solltest dich auch nicht übernehmen, sondern erst einmal eine der Methoden für mindestens einen Monat ausprobieren. Zeigt sie dann immer noch keine Resultate, kannst du zur nächsten übergehen.

Empfehlung: In 12 Wochen machst du deinen Hund zum idealen Begleiter – jetzt informieren!

Frische Nahrung gegen das Kot-Fressen


Hunde, die Kot fressen haben in den meisten Fällen Mangelerscheinungen, die von der falschen Fütterung herführen. Wenn du jetzt aber empört aufschreist: "Aber mein Hund bekommt extra das teure Hundefutter!", müssen wir dich leider enttäuschen. Teure Markenfutter (vor allem Trockenfutter!) werden auch nur von Menschen hergestellt, die eventuell lieber "das Beste in ihrem Geldbeutel" sehen anstelle von "das Beste im Hund".

Wir empfehlen dir daher, darauf zu achten, schlachtfrisches Hundefutter zu kaufen. Dieses wird in größeren Tierhandlungen wie Fressnapf und Zooplus in vielen Ausführungen angeboten und besticht vor allem dadurch, dass es nicht noch im Nachhinein mit künstlichen Nährstoffen angereichert werden muss.Es gilt gererell: Je frischer, desto besser!

Dieses Futter ist meistens teuer als das Futter der Handelsmarken. Allerdings bietet es nicht nur den Vorteil, dass es deinen Hund davon abhält, Müll zu fressen, es sorgt auch dafür, dass dein Hund insgesamt weniger anfällig für Folgen von Fehlernährung ist. Dazu gehören unter anderem Diabetes, Fettleibigkeit und ein krankes Herz.

Barfen bietet eine weitere wundervolle Alternative. Das biologisch artgerechte Roh-Futter erfordert allerdings vom Hundehalter, dass er sich gründlich in das Thema einließt und somit versteht, welche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ein Hund für die optimale Fütterung braucht. Ein gutes Buch zum Thema: BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde


Nahrungsmittelergänzungen


Bist du der Meinung, dass du deinen Hund schon gut ernährst, können wir dir hier ein paar Nahrungsmittelergänzungen vorstellen, die dir vielleicht helfen, den Kot-Konsum deines Hundes einzustellen.

Grüne Pansen
Grüne Pansen enthalten im Gegensatz zu den weißen Pansen noch das halbverdaute Gras inklusive Enzyme und Darmbakterien der Kuh. Daher enthalten grüne Pansen so ziemlich alles, was Wuff für seine Gesundheit braucht. Besonders empfehlenswert ist es dabei, rohen, ungekochten Pansen zu füttern. Besonders gekochter grüner Pansen enthält nur noch einen Bruchteil seiner Nährstoffe und wir deinen Hund nicht davon abhalten, weiter Kot zu fressen.

Bitte gib ihm besonders am Anfang nicht zu viel davon, denn Hunde, die eine gestörte Darmflora haben, können unter Umständen das Futter noch nicht optimal verdauen und können mit Durchfall darauf reagieren.

Frische Hefe
Frische Hefe enthält eine Vielzahl von Vitaminen und Nährstoffen, die Hunden, die Kot fressen, eventuell fehlen. Gib einfach ein Stückchen Hefe (1/4 Teelöffel) zu dem normalen Hundefutter.

Viele Hundehalter konnten positives von dieser Methode berichten.

Stinkekäse
Limburger oder noch besser Harzer Käse können auch helfen, das Kot fressen des Hundes einzudämmen. Lass den Käse dafür ruhig eine Weile in einem luftdichten Behälter auf der Heizung stehen, bis er richtig "geht". Nun kannst du 2-3 mal die Woche 1-2 Esslöffel davon deinem Hund verfüttern.

Die meisten Hunde fahren voll darauf ab und lassen danach auch das Kot-Fressen sein.

Erziehung gegen Kot-Fressen


Natürlich kann man das Problem auch ohne eine Nahrungsmittelumstellung lösen. Das ist vor allem dann nötig, wenn man einen Hund hat, der schon älter ist und sich das Kot-Fressen zur dummen Angewohnheit gemacht hat.

Bei Welpen raten wir allerdings davon ab, weil dort das Fressen von Müll schon auf eine Fehlernährung hindeutet.

Tabu-Leckerli-Methode
Mit ihr soll Wuff lernen, dass es sich lohnt, auf dich zu hören und nicht alles zu fressen, was ihm unter die Nase kommt.

Nimm dazu je ein Leckerli in jede Hand, umschließe es völlig, sodass er nicht daran kann und hocke dich vor den Hund. Der Hund wird nun riechen, dass du da etwas Tollen für ihn bereit hältst. Sobald er sich einer der beiden Hände nähert und daran Lecken etc. will, sagst du "Nein!" und gibst ihm das Leckerli aus der anderen Hand.

Wiederhole das ungefähr 5x - das reicht für eine Trainingseinheit. Mit der Zeit wird der Hund lernen, dass ihn etwas Positives erwartet, wenn er davon ablässt, etwas zu fressen und stattdessen auf dich hört.

Schleppleine
Auch bei diesem Problem kann eine Schleppleine Abhilfe verschaffen. Jedes Mal, wenn sich dein Hund anschickt, etwas draußen zu Fressen, rufst du ihn zu dir und verleihst deinem Kommando Nachdruck durch die Schleppleine.

Ablenkungsmethode
Trainingsdiscs sind dafür da, deinen Hund von etwas Unerwünschten abzulenken - beispielsweise vom Fressen von Kot. Er soll dabei nicht dich mit dem negativen Reiz in Verbindung bringen. Achte daher bitte darauf, dass dein Hund nicht weiß, dass du es bist, der die Trainingsdiscs wirft.

Sobald sich dein Hund daran macht, etwas Unerwünschtes zu Fressen, wirfst du die Discs von hinten neben seine Schnauze. Sobald er abgelenkt ist rufst du ihn zu dir und lobst ihn, wenn er kommt.

Bild: CC 2.0 by savannah bunny

Blähungen beim Hund: Wie man den Stinker zum Aufhören bewegt

Da sitzt man gemütlich abends vor dem Fernseher und genießt einen schönen Film. Ein leises "pfffft" ertönt und die ganze Atmosphäre ist hin. Wenn Wuff Blähungen hat, kann das ganz schön unangenehm sein - vor allem für ihn!

Kolik vs. Pups

Es ist wichtig, dass du als Hundehalter lernst zu unterscheiden, ob dein Hund eine Kolik mit Blähungen hat oder "nur" Blähungen. So oder so sind Blähungen jedoch kein zum Teil "witziges" und zum anderen Teil "peinliches" Thema. Blähungen bedeuten, dass der Verdauungsapparat deines Hundes gestört ist und in Ordnung gebracht werden sollte.

Von einer Kolik spricht man, wenn sich die Verdauungsorgane des Hundes "wehenartig" (also in Schüben) stark verkrampfen, was in relativ starke Schmerzen ausarten kann. Ein Nebenprodukt der Koliken sind mehr oder weniger starke Blähungen, die die Giftgase in die Umwelt absondern. Mit einer Kolik können Erbrechen - viel öfter jedoch Durchfall - einhergehen.

Hat der Hund Blähungen ohne Kolik, kann man das daran erkennen, dass er sich nicht während der Pups-Attacken verkrampft und seufzt, sondern weitestgehend entspannt daliegt oder sogar schläft.

Blähungen sollten nur dann mit unten aufgeführten Hausmitteln behandelt werden, wenn der Tierarzt ausgeschlossen hat, dass der Hund etwas schlimmes hat.

Behandle also das Thema mit dem nötigen Ernst und fange keine Experimente auf Kosten deines Hundes an!



Ursachen für Blähungen


Vielfältig sind die Ursachen für Blähungen. Wir fangen mit den häufigsten Ursachen an und gehen dann zu immer seltener werdenden Situationen über.

Falsche Ernährung
Richtig. Fast die Hälfte der Biowaffen-fähigen Hunde werden falsch gefüttert. Hund kann nichts dafür, dass das Futter, das er da zu sich nimmt, schlicht "scheiße" ist. Hunde sind Karnivoren - Fleischfresser - die zwar Kohlenhydratanteile für ihren Stoffwechsel brauchen, aber nicht in dem Ausmaß, in dem sie heutzutage oft gefüttert werden.

Besonders Trockenfutter wird mehr und mehr zum Feind von Hundefreunden, denn es enthält zu einem großen Teil Soja, welches viele Hunde nur schlecht vertragen.

Aber auch Dosenfütter von kommerziellen oder Billig-Marken sind nicht viel besser. Auch sie ersetzen "wertvolle" Kohlenhydrate mit billigem Soja.

Auch Lactose kann zu Blähungen führen. Das kannst du allerdings leicht nachprüfen, indem du deinem Hund keine Milch, keinen Quark, Käse etc. für zwei Tage gibst. Wenn er nicht mehr pupst, lag's wohl daran.

Jeder Hund ist einzigartig - und jede Fleischsorte ebenso. Es kann auch sein, dass dein Hund eine bestimmte Fleischsorte schlechter verträgt und dann von dieser bläht. Hier heißt es einfach ausprobieren.

Verdorbene Lebensmittel
Man kennt das: Man will seinen Hund doch nicht 24 Stunden am Tag kontrollieren. Daher lässt man ihn von der Leine, damit er ein bisschen selbst die Welt nach seinem Gefallen erkunden kann.

Das Resultat davon können Blähungen sein, denn manche Hunde fressen gerne Verdorbenes, Kot und andere Abfälle, die schlecht bis gar nicht verdaut werden können.

Beobachte deinen Hund einfach eine Weile genau, um herauszufinden, ob das möglicherweise das Problem ist. Ist dein Hund ein solcher "Aasfresser", kannst du die Harz-Methode versuchen: Füttere deinem Hund einfach ein paarmal pro Woche ein Stück Harzer Käse. Der stinkt wie die Dinge, die Hund am liebsten zu mögen scheint. Einige Hundehalter konnten mit dieser Methode schon ihren Hund vom "Dreckfressen" kurieren.

Futterumstellung
Auch Futterumstellungen können regelrechte Pups-Attacken auslösen. Diese treten auf, wenn du den Hund beispielsweise gerade erst übernommen hast und ihn an "dein" Futter gewöhnst. Pupst er nach 2 Wochen immer noch ohne Krankheitsverdacht, hat er jedoch etwas anderes.

Auch die Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter, Barf etc. kann zu Blähungen führen. Bei sensiblen Hunden kann es sogar durch eine neue Futtersorte oder eine Rezeptumstellung des Herstellers geschehen. Auch hier heißt es zunächst abzuwarten und, wenn keine Besserung eintritt, entsprechend zu reagieren.

Das Alter
Der Ernährungsapparat stellt sich mit dem Alter um und kann bestimmte Stoffe nicht mehr so gut verwerten wie zuvor. Dazu gehören besonders ohnehin "kritische" Lebensmittel wie Soja und bestimmte Eiweiße.

Die Umstellung auf Seniorenfutter ist hier empfehlenswert. Bring deinen Hund auch zu einem Rundum-Check mal bei deinem Tierarzt vorbei. Ist er alt, solltest du dich an Gesundheitschecks deinem Tier zuliebe gewöhnen!

Luftschlucken
Besonders kurzschnäuzige Hunde haben mit diesem Phänomen zu kämpfen. Beim Fressen oder Toben schlucken sie unabsichtlich Luft. Und die muss wieder raus.

Dieses Problem kannst du lösen, indem du beobachtest, wann dein Hund vermutlich die Luft schluckt. Schluckt dein Hund die Luft beim Toben, kannst du wahrlich wenig tun - schließlich willst du ihm das ja nicht verbieten, oder?

Kommt das ganze vom Fressen, liegt die Haupturache im Schlingen des Hundes. Du kannst das Problem ein Stück weit beseitigen, indem du den Fressplatz deines Hundes erhöhst, sodass er etwas unter der Schnauze von Bello liegt.

Auch ein großer Stein (der nicht mitgefressen werden kann - Bitte einen GROßEN Stein nehmen) in der Mitte des Napfes erzwingt ein langsameres und sorgfältigeres Fressen.

Würmer
Spul-, Faden- und Bandwürmer können die Wurzel der bösen Blähungen sein. Das liegt auch in der Natur der Parasiten - denn immerhin bringen sie den Verdauungsapparat des Hundes völlig durcheinander.

Sammle die Häufchen deines Hundes eine Woche lang ein und schaue, ob du in ihnen Indizien auf Faden- oder Spulwürmer, bzw. den Bandwurm findest. Ist der Fall gegeben, bringst du die Stuhlproben zu deinem Tierarzt, kaufst das entsprechende Präparat und verabreichst es deinem Hund.

Was hilft gegen schlimme Bähungen?


Bitte betrachte diese Mitte nicht als Dauerlösungen und scheue nicht, nur weil ein Mittelchen zu wirken scheint, den Besuch beim Tierarzt.

Kümmel
Wie beim Mensch, so beim Hund? Nein! Sicherlich meistens nicht. In diesem Fall allerdings schon.

Ein paar Kümmelkörner im Futter werden normalerweise anstandslos mitgefressen. Kümmeltee soll allerdings die bessere Linderung versprechen. Dazu den Tee in der Apotheke erwerben und wie gehabt kochen. Trinkt der Hund das Gebräu nicht von alleine, kannst du es ihm mit einer kleinen Spritze (aus der Apotheke ohne Nadel) zwischen Lefzen und Zähne spritzen. Schon eine Spritze voll reicht in der Regel.

Streichhölzer
Nein! Die verfüttert man nicht an seinen Wuff, sondern brennt sie einfach ab, wenn er mal wieder ein Zimmer in eine Biogas-Station verwandelt hat. Das Abrennen neutralisiert den üblen Geruch und ermöglicht wieder das Einkehren des Normalzustandes.

Die Nahrung anpassen
Dein Hund wirds dir danken, denn nur die wenigsten Blähungen werden von allein besser. Finde heraus, was bei deinem Hund die Blähungen verursacht und stelle dann dementsprechend das Futter um.

Auch Barfen kann eine sinnvolle Alternative sein.

Es gilt: Je frischer und unbehandelter das Fleisch und die anderen Zutaten, desto besser für die Verdauung deines Hundes!

Bild: CC 2.0 TheGiantVermin

Hilfe, unser Hund jagt unsere Katze!

Wie Hund und Katze heißt ein berühmtes Sprichwort. In einigen Hundehalter-Haushalten ist es leider mehr als ein Sprichwort - nämlich grausame Realität. Hund und Katze kommen nicht mit einander aus, denn sie missverstehen einander einerseits und verhalten sich andererseits oft auch nach dem vollkommen natürlichen Räuber-Beute-Schema: Katze läuft weg und der Hund hinterher.

Erste Hilfe


Die Katze ist die Leidtragende in diesem Fall. Sie muss zunächst vor dem Hund "geschützt" werden, denn die meisten Katzen bleiben leider nicht stehen und wischen dem Hund eins mit ihren Krallen aus, sondern laufen weiter weg, bis sie einen geeigneten Platz gefunden haben.

Dass die Katze einen oder mehrere sichere Plätze hat, um sich vor dem Hund zurück zu ziehen ist sehr wichtig, damit sie nicht zu sehr unter Stress leiden muss. Machen sie ihr Plätze zugänglich, an die der Hund nicht gelangen kann. Dazu können gleichermaßen Höhlen und erhöhte Plätze gehören, wobei einer Katze beinahe immer ein erhöhter Platz lieber ist.

Das Katzenklo sowie Futter- und Trinknäpfe sollten ebenfalls sofort an einen Ort gestellt werden, wo die Katze ihre Ruhe hat. Eine Katze, die beim Fressen und beim Toilettengang angebellt oder anders bedrängt wird, leidet unter enormen Stress, was dazu führen kann, dass sie "Protest-Pinkelt".

Hast du einen besonders schlimmen Katzen-Jäger bei dir zu Hause, gehört zum Erste Hilfe Programm auch, den Hund anzuleinen, sodass du die bestmögliche Kontrolle hast.

Merke: Die Katze als "Opfer" der Situation hat absolutes Vorrecht. Der Hund muss SEIN Verhalten ändern und ist daher derjenige, der Rücksicht nehmen und Einbußen machen muss.

Die ranghohe Katze


Ein Haus mit ungestressten Tieren, die friedfertig miteinander umgehen, kannst du nur erreichen, wenn du der Katze die ranghöhere Position im Haus zugestehst (natürlich nicht ranghöher als du!). Der Hund muss einerseits wissen, dass sie zum Rudel gehört und andererseits, dass sie über ihm steht und er daher keine Befugnis hat, sie zu jagen oder auf eine andere Weise zu unterdrücken.

Hier ist eine Liste mit Tipps, mit deren Hilfe du erreichen kannst, dass dein Hund deine Katze als ranghöher begreift:
  • Füttere deine Katze immer vor dem Hund. Und gib ihm erst sein Futter,wenn sie zu Ende gefressen hat.
  • Wenn du Leckerchen gibst, bekommt die Katze ihre zuerst, ohne etwas leisten zu müssen. Der Hund bekommt wieder erst etwas, wenn sie fertig mit dem Fressen ist und muss zudem etwas dafür leisten ("Sitz", "Bleib", etc.).
  • Wenn du nachhause kommst und sich beide Tiere im Raum befinden, begrüßt du die Katze zuerst und ignorierst den Hund völlig, bis du der Katze Streicheleinheiten geliefert hast.
Damit dein Hund auch begreift, dass die Katze zum Rudel gehört, solltest du sie oft auf den Arm nehmen, streicheln, mit ihr reden. Der Hund begreift in der Regel sehr schnell, wer zur Familie gehört und wer nicht.


Den Katzen-Jäger genau beobachten


Deine genaue Beobachtungsgabe als Dosenöffner ist hier gefragt. Du musst deinen Hund genau im Visier haben und jede Äußerung seiner Körpersprache in dich aufnehmen, sodass du bestens weißt, was seine erste Reaktion ist, wenn er die Katze wittert, hört oder sieht.

Ein aufgerichtetes Fell kann ein Hinweiß sein, genauso eine leicht angezogene Lefze oder der fixierende Blick.

Glaube uns, nach einer Weile wirst du ein wahrer Experte für die Jagd-Körpersprache deines Hundes sein.

Wenn du nun weißt, welches "Zeichen" dein Hund versendet, bevor er zum Jagen übergeht, reagierst du ab sofort auf dieses Zeichen, indem du einen Ablenkungsreiz an deinen Hund richtest. Ein Ablenkungsreiz hat das Ziel, dass dein Hund aufhört, sich auf die Katze zu konzentrieren (und anfängt, sie zu jagen) und seine Aufmerksamkeit stattdessen auf etwas anderes richtet.

Clicker, Schepperdosen (mit Cent-Stücken gefüllte und zugeklebte Cola-Dosen), Trainings-Discs, ein Sprayhalsband etc. bieten wunderbare Ablenkungsreize.

Wichtig ist, dass dein Hund einen solchen Reiz nicht mit dir in Verbindung bringt. Daher raten wir dir, nicht gleichzeitig zu rufen und gegebenenfalls von einer Hilfsperson Gebrauch zu machen.

Nur die Ruhe


Du kannst nicht erwarten, dass ein Hund mit ausgeprägtem Jagd-Trieb (Terrier etc.) von einem Tag auf den anderen mit einer wunderbaren Beschäftigung wie dem Katzen-Jagen aufhören. Du musst konsequent sein und die ruhige, feste Hand haben, die gute Hunde-Erziehung fordert.

Nimm dir mindestens zwei Wochen Zeit für ein ausgeprägtes Training. Wenn du dann immer noch keine gute Wende bei deinem Hund spürst, solltest du einen Hunde-Trainer mit deinem Problem konsultieren.

Vermutlich werden deine beiden sie niemals so sehr lieben, wie unten abgebildetes Pärchen, aber ein friedvolles Haus sollte für jeden Haustierhalter zu erreichen sein!



Bild: CC 2.0 by photogramma1

Gründe und Lösungen für das Wund-Lecken bei Hunden

Dafür, dass ein Hund sich wund leckt gibt es beinahe so viele Gründe wie Sand am Meer. Das Symptom ist jedoch meistens gleich: Er leckt sich (wann immer man nicht hinschaut) eine bestimmte Stelle. Diese wird immer kahler und schließlich wund. Einige Hunde machen selbst bei einer wund geleckten Stelle nicht halt und lecken, bis es blutet. Nun die Frage: Was sind die häufigsten Ursachen für so ein Verhalten?

Denke jedoch bitte daran: Wir ersetzen nicht deinen Tierarzt. Ein Hund, der sich sein Fell wund leckt, muss untersucht werden. Mit unserer Zusammenfassung kannst du dich jedoch vorher schon informieren und eventuell bestimmte Ursachen ausschließen.

Psychische Ursache: Leckmanie


Mehr Hunde als selbst die Tierärzte manchmal glauben leiden unter dem psychosomatischen Lecken. In den meisten Fällen ist es so, dass der Hund irgendwann einmal ein tatsächliches Jucken an einer Stelle hatte (z.B. durch einen Flohbiss) und sich dort permanent geleckt hat.

Als der Biss verschwand, hörte er allerdings nicht auf, sondern machte weiter.

Die häufigsten Ursachen für ein solches Lecken sind Stress und Langeweile.

Hat dein Hund in letzter Zeit eine Umstellung in seinem Leben erfahren - ist z.B. ein neues Familienmitglied (auch tierisch) eingezogen, hast du einen neuen Job oder bist du neu verliebt? Dein Hund reagiert sensibel auf dein Verhalten und weiß oft nicht, wie er damit umgehen soll. Ablenkung in Form von Lecken hilft da eventuell, eine gewisse Routine beizubehalten und "Stabilität" in ein stressiges oder sich änderndes Leben zu bringen.

Hast du ein solches Sensibelchen als Hund, solltest du ihm seine Routine auf eine andere Weise geben. Beispielsweise durch längere Spaziergänge, feste Spielzeiten etc. Die Wunde sollte verbunden werden, sodass der Hund nicht mehr daran kann. Gegebenenfalls kannst du etwas Wundsalbe darauf geben, dass es schneller verheilt.

Einige unterforderte Hunde lecken sich ebenfalls - aus Langeweile. Diese Hunde vermissen Action in ihrem Leben und vielleicht auch etwas mehr Abwechslung. Einen solchen Hund heißt es auszulasten. Longieren, Agility und andere Hundesports können da eine gute Antwort auf die Langeweile sein. Auch hier heißt es natürlich, die Wunde zu verbinden, sodass Bello sich nicht mehr dort Lecken kann.

Ursache: Unerwünschte Mitbewohner


Auch bestimmte Parasiten bringen Wuff durch Juckreiz schier zur Verzweiflung.

Flöhe sind hier häufige Kandidaten, die zumindest für kurze ihr Unwesen auf dem Hund treiben, ihn beißen (oft mehrere Male an einer Stelle) und dann meistens auch schon vom Besitzer oder vom Hund selber wieder vertrieben werden. Flohbisse erkennt man daran, dass sie kleine rote Punkte sind, die von einem weißen Hof umrundet sind. Flöhe neigen dazu, Fehlstiche zu tun und beißen daher oft mehrere Male auf dem gleichen Quadratzentimeter Haut.

Milben sind ein weiterer häufiger Grund für starken Juckreiz bei Hunden, auf den sie mit intensivem Lecken reagieren. Es gibt viele verschiedene Milbenarten. Ohrmilben finden sich in und an den Ohren, Herbstgrasmilben lassen sich oft an einem bestimmten Platz im Fell nieder und Raubmilben befallen gar den ganzen Pelz, was oft zu immensen Schuppen führt.

Ein weiterer Parasit, der genannt werden will, ist die Laus. Läuse können ebenfalls zu Juckreiz führen, der mit Wundlecken beantwortet wird. Läuse allerdings sind Schwächeparasiten, die nur die wenigsten Hunde befallen. Die Hunde, die von Läusen befallen sind, sind meistens schon durch andere Krankheiten, Futtermangel, unhygienische Umstände oder andere Parasiten so geschwächt, dass sie sich nicht mehr gegen Läuse wehren können.

Findet das Lecken in der Nähe das Afters statt, kann es sich auch um Wurmbefall von Spulwürmern, dem Bandwurm oder Fadenwürmern handeln.

Ursache: Reizung


Bestimmte Chemikalien sind einfach Gift für unsere Hunde. So oft auch Schädlingsbekämpfungsmittel in Wiesen, Feldern oder gar im Wald. Diese Chemikalien setzen sich beispielsweise an "dünnen" Stellen in der Haut (z.B. zwischen den Ballen) fest und reagieren dort mit der Haut. Als Reaktion leckt sich der Hund dort.

Chemikalien gibt es natürlich auch in der eigenen Wohnung. Bestimmte Putzmittelgehören eindeutig dazu.

Auch Streusalz im Winter verursachen schwere Reizungen an des Ballen bei vielen, vielen Hunden.

Das Lecken kann helfen, ist jedoch auch "schlecht", weil die Chemikalie so ins Innere gelangt und dort weiteren Schaden anrichten kann. Läuft man mit seinem Hund täglich den gleichen verseuchten Weg, kann das zu einem permanenten Wundlecken führen.

Auch Grannen (von bestimmenten Getreidearten) können zu schweren Reizungen der Hautführen, wenn sie in die Haut des Hundes eindringen und sich durch ihre Widerhaken nicht mehr von selbst lösen. Grannen können sogar schwere Entzündungen hervorrufen.

Hundeschuhe können hier vorbeugen und ein Stück weit Abhilfe verschaffen. Wundsalben helfen auch hier bei der Heilung - sollten allerdings vom Tierarzt "verschrieben" werden.

Ursache: Futterumstellung


Viele Hunde reagieren empfindlich, wenn sie völlig neues und unbekanntes Futter bekommen. Juckendes Fell kann da auf jeden Fall auftreten und dazu führen, dass der Hund sich wund leckt.

Hast du den Verdacht, dass es an der Futterumstellung liegt, solltest du deinen Tierarzt konsultieren, ob es sich empfiehlt, die Umstellung "durchzuziehen" und zu warten, bis die Eingewöhnungsphase vorbei ist, oder zum alten Futter zurückzukehren.

Ursache: Allergie


Mehr Hunde, als man denkt, leiden an Allergien. Manche reagieren dabei allergisch auf Parasiten wie Milben, andere auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter und wieder andere auf Gräser etc. Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf Stoffe, die eigentlich keine Bedrohung für den Hund sind und müssen in jedem Fall individuell vom Tierarzt behandelt werden.

Bild: CC 2.0 by erin MC hammer

Darf der Hund ins Bett? Hygiene und andere Argumente

Wir behandeln nun ein oft sehr kontrovers diskutiertes Thema aus der Hunde(halter)welt. Die Frage, ob der Hund im Bett schlafen sollte oder nicht.

Grundsätzliches zuerst: Ist es gesundheitlich bedenklich, einen Hund im Bett schlafen zu lassen?

Hund und Hygiene


Grundsätzlich kann man schlicht und einfach "Nein" sagen. Ein Hund, vorausgesetzt er wird regelmäßig auf Krankheiten untersucht, entwurmt und geimpft, ist gesundheitlich völlig unbedenklich für uns Menschen. Ist er natürlich nicht gesundheitlich vom Tierarzt "gewartet" worden, kann man nicht ausschließen, dass er Würmer, Zecken, oder gar Krankheiten mit nach Hause bringt, die dann dich als Hundehalter befallen oder anstecken können.

Auch sollte das Fell des Hundes täglich gepflegt werden (also mindestens einmal täglich richtig durchgebürstet werden), damit man nicht unter einer Decke aus Hundehaaren schläft.

Es gibt auch Hunde, die schlichtweg stinken. Große Hunde mit großen Zähnen riechen nun einmal stark nach dem Futter, das sie fressen. Hunde scheren sich auch nicht darum, dass du im Bett liegst, wenn sie ihre Blähungen frei lassen. Und manche Hunde (oft Rottweiler und andere kurzhaarige Hunde) besitzen ein Fell, das übermäßig viel Talg produziert und daher stinkt. Im Gegensatz zu Mundgeruch und Blähungen kann diese Art von Gestank schnell in die Bettwäsche einziehen, sodass man quasi IM Gestank des Hundes nächtigt.

Nun musst du dich fragen, will ich in einem stinkenden Bett schlafen, nur damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt - ergo, ich mich nicht schlecht fühle?

Mensch und Hund


Die nächste Frage, die du dir stellen musst, ist folgende: Will ich, dass mein Hund FÜR IMMER bei mir im Bett schläft? Denn wenn du es einmal zulässt, wird es sofort zu einer Gewohnheit, die sich der Hund kaum mehr abgewöhnen lässt.

Eine ökologisch unbedenkliche Heizdecke im Winter zu haben, scheint zunächst attraktiv, genauso das Argument, nicht alleine schlafen zu müssen - also immer einen mobilen Teddybär zu haben, der als Krönung des Ganzen auch noch atmen und interagieren kann.

Doch was halten andere davon? Beispielsweise dein jetziger oder zukünftiger Partner?
Und willst du wirklich deine Sehnsucht nach einem Partner, der mit dir im Bett schläft, durch deinen Hund befriedigen?

Lass dir eins sagen: Sehr viele Menschen, vor allem Männer, finden es überhaupt nicht gut, sich ihr Bett mit einem ausgewachsenen Hund zu teilen. Das kann sogar so weit gehen, dass die Trennung nicht zu vermeiden ist.

Übrigens sind die meisten Menschen, die Hunde in ihrem Bett schlafen lassen, Frauen. Verwunderlich? Nicht wirklich, oder?

Hund und Mensch


Ein weiteres Problem, über das man nachdenken sollte, ist das der Rangordnung. Während die einen argumentieren, dass es das normalste der Welt ist, dass ein Hund nachts in der Nähe des Rudelführers schläft, sagen die anderen, dass ein Hund in freier Wildbahn NIEMALS das Lager des Rudelführers - also das Bett - beanspruchen würde.

Wir schließen uns der 2ten These an und sagen, dass es zu einem deutlichen Konflikt in der Rangordnung kommen kann, wenn der Hund im Bett geduldet wird.

Dem Hund sollte unserer Meinung nach von Anfang an klar gemacht werden, dass das Bett DEIN Revier ist, in dem er nichts zu suchen hat. Der Hund sollte also, wenn er Anstalten macht, aufs Bett zu springen mit einem konsequenten "NEIN" davon abgehalten werden. Tagsüber solltest du die Tür ins Schlafzimmer schließen, um nicht unentwegt das Tun deines Hundes verfolgen zu müssen.

Denk immer daran, du tust deinem Hund nichts Schlechtes, indem du ihm verweigerst, mit dir in einem Bett zu schlafen. Auch wenn er zunächst darunter zu leiden scheint - du musst stärker sein (ein Rudelführer nun einmal) und ihm einen anderen Schlafplatz zuweisen. Dieser kann gerne im Schlafzimmer sein - deine Matratze jedoch sollte nur dir gehören.

Bild: CC 2.0 by sfbox

Tipps und Tricks, die dem Hund das Zurück-Kommen lehren

Viele Hundehalter kennen folgendes Problem oder ein ähnliches: Sie gehen Gassi und wollen ihrem Hund etwas Guten tun. Damit der Wuff schnüffeln kann und etwas selbst bestimmen kann, wohin er geht, wird er von der Leine gelassen. Zunächst ist alles super, er hört, schaut immer wieder zum Besitzer zurück und entfernt sich nicht allzu weit. Dann plötzlich: der Umschwung. Der Hund läuft weg, bis er schließlich außer Sichtweite gerät und Herrchen gerät in Panik.

Natürlich kommen die meisten Hunde irgendwann zurück oder lassen sich zumindest wieder finden. Aber dass der Hund immer wieder wegläuft ist alles andere als erfreulich: Schließlich setzt sich Bello auf seinen Streifzügen ernsthaften Gefahren aus - genannt seien hier nur Straßen, Jäger und andere Hunde.

Wie bekommt man das Problem in den Griff?


Was du nicht tun solltest:

Der Hund ist - egal welche Zucht - immernoch ein Stück weit Wildtier, dass seinen Instinkten folgt. Der Hund ist auch nicht doof und kennt dich als seinen persönlichen Dosenöffner sehr gut. Beispielsweise weiß er auch, dass du nicht so schnell rennen kannst wie er und dass ihm auch keine ernsten Konsequenzen drohen, wenn er wegläuft.

Hier sind daher einige Hinweise, wie du eventuell das negative Verhalten deines Hundes eher verstärkst, als das Problem zu lösen:

Nicht hinterher laufen:
Der Hund, der von dir verfolgt wird, hat die Möglichkeit, dein Verhalten auf zwei Weisen zu deuten:
  1. Er denkt, du willst mit ihm spielen. Das findet er toll und rennt weiter.
  2. Er bekommt Angst, ihm stehe eine Bestrafung bevor, sobald du ihn am Halsband packst (und sei es nur die daraus resultierende Unfreiheit). Die Angst verleitet ihn eher dazu, noch schneller zu laufen.
  3. Er denkt, er ist das Alpha-Tier, das die Richtung angibt und du folgst eh. Ergo wird er seine Richtung nicht ändern und seinen Schritt nicht verlangsamen.
Nicht wild schreien und herumfuchteln:
Der Hund spricht kein "Menschisch". Daher kann er deine Worte nur bedingt verstehen - das heißt, er versteht Kommandos (vorausgesetzt er hat sie gelernt) und deine Stimmlage. Jetzt überleg mal: hört sich deine Stimme einladend und attraktiv an, wenn du Bello hinterherbrüllst? Wohl eher nicht. Dein Hund wird dich im besten Fall "lustig" finden und es als Spiel deuten. In den meisten Fällen jedoch wird er begreifen, dass du sauer bist und ihm negative Konsequenzen drohen, wenn er zu dir kommt.
Das bedeutet natürlich nicht, dass du Kommandos wie "Komm" und "Hierhin" nicht laut sprechen solltest. Die kannst du so laut schreien wie du willst, solange deine Stimme fest und bestimmend ist. Natürlich sollte deinem Hund auch klar sein, dass ihn etwas Gutes erwartet, wenn er dein Kommando befolgt. Leckerlies und viel Lob sind hier dein Freund. ;)

Nicht nach dem Zurückstreunen loben: 
Wenn dein Hund nun irgendwann von alleine zurückkommt und sich mit einer "Mine voll schlechtem Gewissen" (also eingezogener Schwanz, abgewendeter Blick etc.) vor dich stellst, solltest du ihn natürlich nicht loben. Er ist immerhin nicht auf dein Kommando zurück gekommen, sondern von sich aus. Mit seinem Verhalten versucht er bloß bei dir zu erreichen, dass du ihm verzeihst, ohne dass er in Zukunft sein Verhalten ändern müsste. Natürlich bist du froh, dass Wuff zurück und unversehrt ist, aber so sehr willst du dich doch nicht von ihm erziehen lassen, oder?

Nicht Bestrafen, wenn der Hund zurückkommt: 
Angenommen, der Hund rennt erst weg, gerät außer Sichtfeld (du hörst natürlich nicht auf, zu rufen) und nach ein paar Minuten kommt er wieder zu dir und wedelt mit dem Schwanz. Wenn du ihn jetzt bestrafst, lernt er, dass es sich nicht lohnt, überhaupt zu dir zurück zu kommen. In diesem Fall ist es angebracht, dem Hund ein kleines Lob zuzugestehen, ihn aber nicht in Leckerchen zu baden.

Was gegen das Weglaufen wirkt:


Du kannst bei deinem Hund, der immer wieder wegläuft, mit verschiedenen Mitteln arbeiten. Eine Mischung der Mittel ist in vielen Fällen sicherlich nicht falsch, jedoch könnte es dir als Halter mehr bringen, dir passend zu deinem Hund die richtig erscheinende Methode konsequent durchzuführen.

Die Schleppleine: 
Die wohl größte Erfolgsquote gegen Streuner hat die so genannte Schleppleine. Dies ist eine aus einem langen Seil bestehende Leine, die der Hund die meiste Zeit hinter sich herziehen kann (natürlich nicht in Nähe von Straßenverkehr, hier wird die Leine natürlich kurz gehalten). Die Längen sind verschieden, sie fangen bei 8m an und gehen bis zu 50m.
Das Training läuft folgendermaßen ab: Du lässt auf einer geeigneten Wiese die Leine lang, sodass dein Hund gehen kann, wohin er will. Sobald sich der Hund mehr als 2m entfernt oder du den Eindruck hast, dass er dich nicht mehr beachtet, rufst du ihn sofort zu dir und belohnst ihn. Du kannst auch kurz an der Leine zupfen. Wenn dein Hund ab dieser Länge zuverlässig hört, gibst du ihm 2 Meter mehr von der Schleppleine und führst die gleiche Prozedur durch.
Wenn du am Ende der Schleppleine angekommen bist und dein Hund zuverlässig hört, kannst du die Schleppleine loslassen und sie von deinem Hund ziehen lassen. Du führst das Programm also weiter durch und erhöhst die Distanz Meter um Meter. Schließlich kannst du dazu übergehen, die Leine zu verkürzen, sodass das Gewicht geringer wird und dein Hund beim Ziehen der leine weniger Widerstand fühlt. Auch hier bist du konsequent und rufst ihn zurück, wenn er beginnt, nicht mehr auf dich zu achten oder er eine bestimmte Distanz überschreitet.
Am Ende sollte nur noch ein halber Meter Schleppleine an deinem Hund hängen (am besten beschwert mit einer Eisen-Mutter etc.).

Richtungswechsel/Verstecken: 
Die meisten Hunde gehen blitzen in Gegenden in denen sie sich auskennen und eine entsprechende Sicherheit haben. Gehst du mit deinem Hund durch ein unbekanntes Gebiet wird er eher nicht davonlaufen, weil er unsicher ist. Anders steht die Sache natürlich bei Hunden, die denken, sie seien dominant über dich oder die hingerissen werden von ihrem Jagdtrieb. Wenn du einen Hund der letzten beiden Kategorien besitzt, raten wir dir, das folgende Programm nicht auszuführen, sondern erst einmal die Sache mit der Schleppleine auszuprobieren.
Wenn dein Hund frei herum läuft und vor dir ist, wird er manchmal einen Weg einschlagen, den ihr beide häufig zusammen geht - den Gewohnheitsweg. Der Hund tut das nicht "bewusst" um den Weg vorzugeben, aber er denkt, ihr würdet wieder diesen Weg gehen und achtet nicht auf dich. Das auf dich achten soll er jedoch lernen. Daher gehst du einfach in die andere Richtung, wenn er den Gewohnheitsweg einschlägt. Achtung: der Hund sollte nicht mehr als 10 m entfernt sein, weil er dich sonst eventuell nicht findet.
Du kannst dich auch vor deinem Hund verstecken, wenn er wieder zu weit vorangelaufen ist. Bald wird er sich umsehen und dich finden wollen.
Lobe deinen Hund in beiden Fällen, sobald er wieder an deiner Seite ist.

Abschließende Tipps:

  • Spielzeug statt Leckerlies: Hat dein Hund Übergewicht oder zeigt sich nicht allzu begeistert von Leckerlies, kannst das Lieblings-Quietsche-Spielzeug deines Hundes stattdessen verwenden. Natürlich musst du es ihm dann zuhause vorenthalten, damit es auf den Spaziergängen etwas besonderes ist.
  • Hunger macht den Meister: Viele Hunde reagieren nicht auf das Motivationsmittel "Leckerlie", weil sie schlicht und einfach satt sind. Wem es zu hart erscheint, seinem Hund einen Fastentag einlegen zu lassen, kann ihn am Trainingstag NACH dem Training füttern oder die entsprechende Futterration einfach BEIM Training als Belohnung geben.
  • Konsequenz: Bitte mache dir bewusst, dass dein Hund auch nur auf dich reagiert und sich an dich anpasst. Sei daher mit dir und deinem Hund konsequent erlaube nicht an einem Tag Dinge, die du an einem anderen Tag dann verbietest.
Bild: CC 2.0 by John Picken

Mein Hund, der Jammerlappen: Gründe und Lösungen

Einerseits sind Hunde wunderbare Tiere, die uns unser Leben gekonnt versüßen - zeigen sie jedoch bestimmte "Macken" kann sich die Freude des Besitzers schnell in Ratlosigkeit, Genervtheit oder gar Verzweiflung umwandeln.

Eine der häufigeren Macken, die Herrchen plagen, ist, wenn ein Hund den ganzen Tag jammert. Nun gilt es einerseits, die Ursache dafür zu finden und andererseits, das Problem angemessen zu lösen.

Daher möchten wir, dass du zunächst einmal überlegst, in welchen Situationen dein Hund jammert.

Der Hund jammert rund um die Uhr


Auffälligkeiten:
Der Hund jammert vor allem dann, wenn er gerade nicht beschäftigt ist, also nicht frisst, spielt oder Gassi geht. Er jault vor allem dann, wenn du (bzw. die Bezugsperson) dich setzt und etwas anderes als "Wuff-beschäftigen" tun möchtest. Er beginnt meist leise winselnd und lässt das Jammern manchmal sogar bis zu einem durchdringenden Jaulen anwachsen.

Ursache:
Hier ist ganz klar, dass dein Hund nur eines von dir möchte : Aufmerksamkeit. Anscheinend hat er nicht gelernt, sich alleine zu beschäftigen bzw. sich ruhig zu verhalten. Daher kommt das Problemchen in dieser Ausprägung vor allem bei jüngeren Hunden vor.

Das ist ja auch kein Wunder: Als süße, kleine Welpen werden sie verhätschelt und nicht aus den Augen gelassen. Wächst der Hund jedoch heran, geht das Herrchen davon aus, dass der Hund von selbst erwachsen werden müsse. Dabei muss der Hund das neue eigenständige Verhalten auch erst einmal lernen.

Bei jungen Hunden lässt sich das Problem in der Regel schneller lösen als bei älteren, bei beiden jedoch ist Geduld und Ruhe von Seite des Herrchens gefragt.

Lösung:
Der Hund soll lernen, eigenständig zu sein und auch ohne deine Gesellschaft aus zu kommen. Normal im Rudel ist es, dass ein Hund wie deiner in seine Schranken verwiesen wird, indem er entweder weggeknurrt oder ignoriert wird. Du solltest es nicht anders tun. Wenn er jammert, hörst du einfach weg und widmest dich deinen Dingen wie gehabt. Verhält sich dein Hund ruhig und lieb, kannst du ihn gerne zu dir rufen und ihn mit nette Worten und Streicheleinheiten für sein tolles Verhalten loben.

Ist dein Hund besonders aufdringlich und rückt dir neben dem Jammern auch noch körperlich auf die Pelle, kannst du ihn mit einem strengen "Nein"/"Aus"/etc. von dir wegschicken, bis er es begriffen hat.

Hunde lernen zwar schnell, trotzdem kannst du keine Lösung des Problems von Heute auf Morgen erwarten. Plane dir mindestens 2 Wochen ein, bleibe geduldig und diszipliniert.

Der Hund jammert vor allem Draußen


Auffälligkeiten:
Zuhause verhält er sich fast normal, verlässt du jedoch das Haus mit ihm, fängt er an zu winseln und verhält sich ganz und gar unruhig. Von manchen Duftspuren kann er kaum ablassen. Wenn du wieder mit ihm nach hause kommst, ist er zunächst immer noch "gestört" beruhigt sich aber im Laufe einer Stunde wieder.

Ursache:
In der Nachbarschaft ist eine Hündin läufig geworden und verwirrt deinen lieben Rüden nun mit ihren gut-duftenden Pheromonen. Ob dein Hund kastriert ist oder nicht, macht keinen allzu großen Unterschied, weil auch kastrierte Rüden die Lockstoffe noch wahrnehmen und zu deuten wissen. Allerdings neigen unkastrierte Rüden eher dazu "den Kopf zu verlieren" und drastischer zu reagieren (indem sie nur noch an der Leine ziehen, weglaufen, etc.).

Lösung:
Du KANNST bei einem nicht kastrierten Rüden natürlich über eine Kastration nachdenken, allerdings wird es das Jammer-Problem kaum lösen, weil auch unkastrierte Hunde dieses Verhalten zeigen.

Eine direkte Lösung gibt es in diesem Fall leider nicht. Den Rüden "ranzulassen" ist auf jeden Fall eher kontra-produktiv.

Es kann jedoch helfen, wenn du mit deinem Hund andere Wege einschlägst, die diese Hündin nicht nimmt. Wenn er sie nicht riecht, wird er nicht so unruhig und kopflos.

Dein Hund jammert erst seit kurzem


Auffälligkeiten:
Du hattest bisher immer einen gewöhnlichen Hund, der sich - an seinem Alter gemessen - normal bewegt und verhält. Nun, geht er langsamer bzw. vorsichtiger, frisst eventuell weniger und jammert dazu auch noch herz-zereissend. Ob er draußen oder drinnen ist, spielt keine besondere Rolle.

Ursache:
Dein Hund hat vermutlich Schmerzen und sollte den Tierarzt sehen. Sei froh, dass du keine Katze hast, die sich eher verkriechen würde, als dir mitzuteilen, dass es ihr schlecht geht. ;)

Lösung:
Statte deinem Tierarzt einen Besuch ab und lasse deinen Hund komplett durchchecken. heiße Kandidaten für Gejammer sind vor allem Zahnschmerzen, sowie Gelenkschmerzen, die den Hund stark einschränken.

Der Hund jammert im Schlaf


Auffälligkeiten:
Der Hund ist sonst ganz und gar normal. Dass heißt: Er frisst normal, bekommt genug Auslauf und so weiter. Wenn er sich jedoch hinlegt und die Augen zum Schlafen schließt, fängt er nach 30-60 Minuten (nicht sofort jedenfalls) an zu winseln, jammern, wuffen etc.

Ursache:
Dein Hund träumt. Wovon, ist niemandem klar, auch wenn wir Herrchen das gerne wüssten. Wir gehen einfach mal davon aus, dass er Erlebnisse verarbeitet, die in der vergangenen Zeit passiert sind.

Lösung:
Auch hier gibt es keine wahre Lösung, denn Menschen weckt man ja bekanntlich auch nicht auf, wenn sie im Schlaf reden, oder? Wenn du jedoch den Eindruck hast, dass dein Hund etwas besonders Schlimmes in seinem Traum durchmacht, kannst du ihn sanft streicheln (ohne ihn zu wecken), sodass die Berührung eventuell in sein Unterbewusstsein durchdringt und ihn etwas beruhigt.

Der Hund ist noch "neu"


Auffälligkeiten:
Du hast den Hund erst seit relativ kurzer Zeit - vermutlich aus dem Tierheim oder von Verwandten oder Freunden übernommen. Der Hund scheint nicht so sehr an deiner Aufmerksamkeit interessiert zu sein und er jammert vor allem drinnen, wenn er nicht gerade beschäftigt ist.

Ursache:
Vermutlich vermisst dein Hund seine alte Heimat und sein altes Rudel. Hunde sind Gewohnheitstiere, die es nicht so sehr schätzen, von einem Rudel weggerissen zu werden und von einem Tag auf den nächsten in ein anderes gesteckt zu werden. Verständlich, oder?

Lösung:
Zeit heilt alle Wunden, heißt es. In diesem Fall trifft der Spruch auch in jedem Fall zu. Der Hund braucht Zeit, um sich an die neuen Umstände zu gewöhnen und du kannst ihm die Umstellung auch in jedem Fall erleichtern, indem du viel mit ihm kuschelst, ausgedehnte Spaziergänge bietest und  ihn auch sonst gut beschäftigst. Die Eingewöhnung kann bei besonders treuen Tieren sogar Monate in Anspruch nehmen. Mach dir also keine Sorgen darüber, dass es dem Hund schlecht ginge, sondern gib ihm Zeit, sich an das neue Leben zu gewöhnen!

Bild: CC 2.0 by panli54